Familiensitzungen


Gerade im Bereich von Essstörungen können Familiensitzungen eine sinnvolle Ergänzung der therapeutischen Arbeit sein. Ob und in welcher Form sie hilfreich sind, entscheiden wir gemeinsam und individuell.

Familiensitzungen dienen nicht dazu, innerhalb der Familie nach Schuldigen zu suchen. Vielmehr geht es darum, Dynamiken besser zu verstehen und einen konstruktiven Umgang mit belastenden Situationen zu entwickeln. Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Welche Funktionen erfüllt das aktuelle Verhalten des Kindes?
  • Welche Gefühle, Ängste oder Überforderungen zeigen sich bei allen Beteiligten?
  • Wie können Eltern Halt geben, ohne in Druck, Kontrolle oder Hilflosigkeit zu geraten?
  • Welche Schritte können den Familienalltag spürbar entlasten?


Ich arbeite ressourcenorientiert, klar strukturiert und gleichzeitig mit hoher Sensibilität für familiäre Dynamiken. Ein zentraler Grundsatz meiner Arbeit ist: Eltern sind nicht die Ursache der Essstörung, sondern eine wichtige Ressource im Umgang mit ihr.

In den Familiensitzungen erhält jedes Familienmitglied Raum,

  • die eigene Perspektive einzubringen,
  • die eigenen Gefühle besser einzuordnen,
  • konkrete, alltagstaugliche Orientierung zu gewinnen.


Dabei fließen sowohl mein fachliches Wissen als auch meine Erfahrung im Umgang mit familiären Krisensituationen in die Arbeit ein. Ziel ist es, Verständnis zu fördern, Konflikte zu entschärfen und die Zusammenarbeit innerhalb der Familie zu stärken.